Über uns

Lucia und Oliver

Lucia Marisol Merz, geboren 1988, tanzt den Argentinischen Tango seit April 2007 mit Herz und Seele.

Dass sie den Tango für sich entdeckte, hat sie ihrer Schwester zu verdanken, die schon vor ihr zu tanzen begonnen hatte und die sie animierte sie bei Tanzabenden zu begleiten. Beim schönen Anblick der in den Tanz tief versunkenen Paare kam bald der Wunsch auf, diesen Tanz ebenfalls zu lernen. So nahm sie, damals noch in Tübingen, Unterricht bei Diana & Juan Camerlingo* und konnte nicht anders als fünf Mal die Woche zu Tanzveranstaltungen, sogenannten Milongas, zu gehen.

Mit Beginn ihres Studiums in Bonn im Oktober 2010 begann sie mit Oliver Nahm zu tanzen. Weiterhin lernte sie bei Harald Rotter* auch die Anfänge des Führens kennen und bildete sich in dieser Hinsicht bei Enrique & Marion Ringa weiter. Mit Hilfe zahlreicher Workshops im In- und Ausland, bei Lehrern wie Pablo Veron, Gisela Natoli & Gustavo Rosas, Maja Petrovic & Marko Miljevic, Ricardo "el holandés" & Rotraut Rumbaum, Jost Budde & Andrea Stegmeier und Erna & Santiago Giachello bildetete sie sich stetig weiter, sowohl im Folgen und Führen, als auch im Bezug auf pädagogisches Arbeiten. Anfang 2013 verbrachte Lucia zwei Monate in Buenos Aires, der Stadt des Tango. Dort vertiefte sie durch Unterricht bei Daniela Pucci & Luis Bianchi, Mario Bournissen & Laura Rusconi, Tomás Corbalán & Viviana Parra und Sabrina & Ruben Veliz ihr Verständnis für technische Feinheiten und stilistische Unterschiede im Tango.

Oliver Nahm, geboren 1984, promoviert an der Universität Bonn im Bereich Kulturwissenschaft. Nach einigen - eher erzwungenen - Erfahrungen im Bereich Standard-Latein, lernte er 2007 die Tänze des Mittelalters und der Renaissance kennen, die er auch noch heute begeistert tanzt.

Kurz darauf beschloss er dann sein Repertoire zu erweitern und entdeckte den Tango Argentino für sich. Seitdem ist er völlig von diesem facettenreichen Tanz begeistert. Zu Beginn lernte er bei Harald Rotter* und bildete sich dann in zahllosen Workshops, unter anderem bei Ismael Ludman & Maria Mondino, Ard Huiberts & Andrea Stegmeier, Ricardo & Rotraut, Gustavo Rosas & Gisela Natoli und vielen mehr, weiter.

2010 begann er mit Lucia Merz zu tanzen und lässt sich auch gerne mal von ihr führen ;-).

Alejandro Gunst, geboren 1986, ist 2013 aus Buenos Aires nach Bonn gezogen. Nach dem er in Argentinien eher sporadisch getanzt hatte, sah er im Tango hier in Deutschland ein Stück Heimat und intensivierte die Verbindung mit dem Tanz und der Musik.

Über uns

Dynamische Musik weht über das Parkett, begleitet von einigen Tanzpaaren, die sich so unterschiedlich dazu bewegen. Ein Paar vollführt gerade mit lauter schnellen Schritten eine kreisende Bewegung umeinander, während das nächste mit einer ausladenden Bewegung einen großen Kreis auf den Boden zu zeichnen scheint und man bei einem weiteren elegant ein Bein durch die Luft schwingen sieht. Und trotzdem scheint jedes Paar auf seine Weise vertieft in den Klang der Musik, vertieft in jeden Schritt, in jede Bewegung zu sein.**

So begegneten wir, Oliver und Lucia, dem Argentinischen Tango und konnten uns nach dem ersten Kennenlernen dann auch nicht mehr von ihm trennen. Denn so schön es auch sein mag den Paaren auf der Tanzfläche zuzusehen, noch viel schöner ist es den Argentinischen Tango selbst zu erleben.

Ein Grund dafür ist die starke Improvisation im Tango. Tatsächlich existieren keine festen Schrittfolgen, sodass jeder Taktschlag der Musik anders interpretiert, jeder Schritt – oder auch nur jeder halbe – „anders“ improvisiert werden kann und geführt werden muss. Der Tango entsteht also in Wirklichkeit erst im Moment des Tanzens.

Damit ist natürlich eine starke Interaktion zwischen den Tanzpartnern verbunden, jeder Augenblick wird kommuniziert. So verschmilzt man während des Tanzes mit der Musik, dem Gegenüber, dem Augenblick. ...Und es macht unglaublich viel Spaß! :)

Irgendwann stellt sich jeder Tangotänzer und jede Tangotänzerin die Frage, was für einen Tango er oder sie eigentlich tanzen möchte. Natürlich, argentinischen. Aber klassisch oder modern bzw. neo? Das hängt nicht nur von der Musik ab, die man beim tanzen hört - bei der es zugegebenermaßen auch große Unterschiede gibt.

Was viel essentieller ist, ist „die Art“ des tanzens, wie das Paar den Tango versteht und ihn umsetzt. Dieses Verständnis vom Tango ist oft von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich, sodass man sich seine eigene Meinung bilden muss.

Wir, Oliver und Lucia, haben ein klassisches Verständnis vom Paar und von der Bewegungsdynamik, gleichzeitig tanzen wir sehr gern die weit ausladenden Elemente des Neo-Tango und wenden den Tango auch mal auf Stücke an, die eigentlich gar kein Tango sind. Wir versuchen also – obwohl wir eher Neo-Tango tanzen – die verschiedenen Facetten des Tango zu verbinden.

Im Unterricht ist uns deswegen besonders wichtig, auch diesen Aspekt der unterschiedlichen Wahrnehmungen des Tango und seiner Dynamik zu vermitteln. Außerdem möchten wir jedes Tanzpaar auf seinem persönlichen Tango-Weg unterstützen, und Spiel, Spaß und Spannung verbreiten :)

Ihr seht schon, wir sind angesteckt. Und nachdem wir nun ein paar Erfahrungen gesammelt haben, möchten wir auch euch anstecken! Ihr seit also herzlich eingeladen mit uns diesen wundervollen Tanz kennenzulernen!



* Weiterführende Informationen sind bei den Links zu finden.

** Wer sich selbst einen Eindruck von tangotanzenden Paaren machen möchte, sollte einen Blick auf unsere Links werfen. ;)

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